Tief unten, dort wo die Zeit begann und sich Strukturen noch nicht einmal erahnen lassen, wo Leben nur als amorph und vorevolutionär beschrieben werden kann, wo die Kraft der Moral und Sitte sich zu bilden oder gar entfalten nicht in der Lage ist, wo gerade Wege undenkbar sind und alles in ewig verschlungenen Strömungen dahin kriecht, dort, meine lieben Droogies, mögt Ihr das Mäandertal vermuten. Sich dort hin zu begeben und dort zu verweilen, an einem Ort, der so ganz anders ist als vertraut, erfordert Mut, könnte man meinen.
Aber: Es ist ein Ort des Netzes, der weltweiten Verspannung aller Drähte, die nur einen Zweck kennen: Die Kommunikation. Postmodern, eklektizistisch, sentimental, tiefsinnig und voller launiger Anekdoten – so ist dieses Tal. Platz soll dort sein für Menschen, die sich der Mitteilung verschrieben haben, ohne sendungsbewusst zu sein. Ausprobieren – sich und Themen, das wünsche ich mir. Mäandern, durch Täler schreiten, weit in Zeit und Raum vor- und zurückblicken, sich nehmen was nötig ist, geben was vorhanden ist – muss ich mehr schreiben?
Bildung, nicht nur und eben nicht im klassischen Sinne – auch nicht allein die Herzensbildung – ironischer Umgang mit jenem, von dem wir zu wissen glauben, worauf wir zurückführen, wenn sich die weit ausholenden Mäander fast wieder berühren – selbstreferenziell (dieses Wort darf niemals fehlen) also auch, ohne sich spiralgleich zu verlieren oder – schlimmer – mit dem ewig Gleichen auf das Ärgste zu langweilen.
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